Biberachzell
Einem im 16. Jahrhundert fern der Heimat gestorbenen Adelsspross aus dem Weißenhorner Ortsteil Biberachzell ist Kreisheimatpfleger Horst Gaiser auf die Spur gekommen. Jakob Philipp von Thürheim starb 1564 und liegt in einem Benediktinerkloster auf der heute unbekannten, damals wohl spanischen Insel St. Paulus begraben.

„Es ist erstaunlich, wo man überall Bausteine zur Heimatgeschichte entdecken kann“, wundert sich Gaiser in seinem Beitrag zum soeben erschienenen 17. Jahrgang der „Geschichte im Landkreis Neu-Ulm“. In einem 1732 in Passau gedruckten Folianten findet er den Hinweis auf eine „Denkschrift“ in der Pfarrkirche zu Biberachzell zum Tod von „Jacob Philipp von Thürheim“. In der Schweizerischen Zentralbibliothek in Zürich entdeckt er Schriften, die von einem Kriegszug im Jahr 1564 berichten, an dem von Thürheim beteiligt war. Schließlich gräbt Gaiser einen Fahndungsaufruf von 1562 in den „Burgauer Mandaten“ aus, der von Thürheim gilt.

Schloss Biberachzell (ca. 1900),
seit dem 17. Jahrhundert als Amtshaus der thürheimischen Verwalter genutzt;

erbaut im 16. Jahrhundert, vermutlich verändert im 18. Jahrhundert.

(Foto: Weißenhorner Heimatmuseum, Bildarchiv)
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